„Der Fluss von Qi und die Leichtigkeit des Seins“ - Eine Einführung in die Jonglage

09.03.2019

Ort: Bern

SymbolbildTraditionell sind die Künste in China eng miteinander verwoben, so zum Beispiel findet sich auf einer Tuschzeichnung auch ein Gedicht. Das Gedicht wiederum ist gemalt (Kalligraphie), also selbst eine Tuschzeichnung, und ergibt als solches in sich auch ein Bild. Gleichzeitig folgt es einem bestimmten Versmaß, Rhythmus und Klang und ist somit auch Musik (lautmalen). Letzten Endes geht es auch hier um den harmonischen Fluss von Qi (Lebenskraft) in den verschiedensten Ausdrücken und Manifestationen.

In der chinesischen Oper vereinen sich Ausdrucksformen von Musik, Gesang, Schauspiel, Tanz, Akrobatik und Kampfkünsten. So erlernte ich das Jonglieren genauso in meiner ersten Kung Fu Schule wie auch Qi Gong oder Meditation. Ich persönlich finde dass jeder und jede jonglieren lernen und können sollte. Dies zum ersten weil es wirklich nicht schwer und mit etwas Methodik (darum geht es in diesem Workshop) recht einfach zu erlernen ist. Zum zweiten hat jonglieren sowie bereits das Erlernen des Jonglierens vielfältige Vorteile. Der Akt des Jonglierens lässt uns einen tiefen konzentrierten aber absolut befreiten Zustand von verspielter Leichtigkeit konkret erfahren. Dies ist auch der Zustand in dem und aus dem heraus wir Meditation, Qi Gong oder Taiji praktizieren wollen.

Beim Üben dieser obengenannten Künste gilt es ebenso durch unseren Körper, mit unserer Aufmerksamkeit verschiedenste Dinge miteinander zu verbinden, in Fluss zu bringen und zu halten. Im Erlernen des Jonglierens finden wir viele Fertigkeiten die uns aus dem Qi Gong oder Taiji bekannt sind und welche wir dort genauso brauchen:

  • ruhig zu werden und zu bleiben (auch unter Druck)
  • richtiges Timing (das Gefühl für Zeit und Raum)
  • Peripheres Sehen
  • entspannte Präsenz und Aufmerksamkeit
  • den Emotionalkörper zu regulieren
  • absolut zu vertrauen (sonst könnten wir keinen Ball fangen)
  • loszulassen (sonst könnten wir keinen Ball werfen)
  • linke und rechte Hand sowie linke und rechte Hirnhälfte zu synchronisieren
  • zu atmen

 

Über allem geht es darum ZU SPIELEN!!!
Spielen miteinander, mit sich selbst und den Dingen. Eine Fähigkeit die wir kultivieren sollten und die uns allzu oft abhanden kommt im Alltag wie auch beim Üben von Qi Gong, Taiji oder beim Meditieren.

Im Kurs lernen wir ausgehend vom Werfen eines Balles das Jonglieren von zwei und im besten fall von drei Bällen, sowie verschiedene Jonglagen mit Partnern.

Der Kurs dauert von 9:00-17:00.

Der Kurs ist offen und empfohlen für alle und jeden!

Kursort

Dojo Steigerhubelstrasse 65, 3008 Bern

Preis

CHF 150.00.

Anmeldung

Zurück